Naturlehrpfad

Energieweg 08: Eisschmelze und dreiste Hirten

Der Porchabella-Gletscher und die Kesch-Hütte um 1900.

Beschreibung

Wie es hier um 1900 ausgesehen hat, sehen Sie auf dem Bild. Seit dem Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhunderts hat die Verbrennung fossiler Energieträger stetig zugenommen. Das Klima im Alpenraum hat sich um rund 1,5 Grad erwärmt. Die Folgen können Sie gut erkennen: Der Porchabella-Gletscher ist um 1,5 Kilometer kürzer geworden. In 50 Jahren wird er gemäss heutigen Klimaszenarien nur noch aus kümmerlichen Eisresten bestehen. Im Video finden Sie Bilder zum Gletscherrückgang, der vom Amt für Wald Graubünden jährlich vermessen wird.

Auch Sie können einen Beitrag leisten, um die Klimaerwärmung zu verlangsamen. Indem Sie naturnahe Ferien im Parc Ela verbringen, haben Sie schon einen Schritt in die richtige Richtung getan.

Nun haben Sie sehr viel zum Thema Energie gehört. Suchen Sie sich nun ein gemütliches Plätzchen auf der Terrasse, geniessen Sie die schöne Aussicht und tanken Sie dabei selber etwas Energie. Im Audiobeitrag hören Sie einen Ausschnitt der Porchabella-Sage in Bargunsegner, dem rätoromanischen Dialekt aus Bergün, das nur noch wenige Personen sprechen können. Die Übersetzung finden Sie unten.

 

Die Porchabella-Sage

Einst lag eine prächtige Schweinealp dort unten in der Ebene. Die Hirten liessen sich die Sonne auf den Bauch scheinen, nahmen ihre Mitbürger aufs Korn und spotteten über Gott. Also schickte dieser mehrere Engel, die auf verschiedene Art und Weise die Gutmütigkeit und Hilfsbereitschaft der Hirten testen sollten. Aber die Hirtenherzen blieben hart. So sandte Gott Jesus, der um ein Stück Brot bat. Die Hirten lachten nur und gaben ihm einen Stein - er könne ihn ja umwandeln. Da begann es in den umliegenden Gipfeln zu krachen und zu grollen. Das Tal hüllte sich in Nebel und die Alp verwandelte sich in ein riesiges Meer aus Eis. Und noch heute hört man ab und zu ein dumpfes Gelächter aus den Tiefen des Gletschers.

Karte

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