Naturlehrpfad

FiliTour Nr. 10: Süesswinkel

Süesswinkel im Jahr 2015.
Vom Süesswinkel gelangt man über die Treppe zur reformierten St. Martinskirche.

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Moderner Innenausbau im Süesswinkel 3.

Beschreibung

Soziale Lebensader Dorfbrunnen

Der Süesswinkel wurde früher auch als "bim grossa Brunna" bezeichnet. Direkt an der Strasse stand der grösste Dorfbrunnen von Filisur, der "truesch grond". Insgesamt gab es früher in Filisur elf öffentliche Brunnen sowie weitere private Brunnen in den herrschaftlicheren Gärten. Nachdem man 1889 die ersten Wasserleitungen in die Häuser verlegte, wurden die alten Holzbrunnentröge durch Betonbrunnen ersetzt oder abgebrochen. Der truesch grond fiel 1970 dem Verkehr zum Opfer. Er wurde durch einen neuen Brunnen bei der Kirchentreppe ersetzt. Heute gibt es noch zehn Dorfbrunnen in Filisur.

Dorfbrunnen hatten lange eine zentrale Bedeutung im Alltag der Dorfbevölkerung. Dort traf man sich, um Wasser zu holen, Kleider zu waschen, Vieh zu tränken und miteinander zu schwatzen. Vier bis sechs Häuser waren jeweils einem Brunnen zugeteilt. Der grosse Teil der zweigeteilten Brunnen spendete Trinkwasser für Mensch und Tier, der kleinere diente als Waschtrog.

Kirche St. Martin

Vom Süesswinkel gelangt man über die Treppe zur reformierten St. Martinskirche. 1959 wurden die spätgotischen Fresken eines lombardischen Meisters freigelegt. Vom alten Friedhof überblickt man das Albulatal.

Im Audio erzählt der Filisurer Luzi Sommerau, Besitzer eines Hauses im Süesswinkel, von seiner Kindheit in diesem schönen Winkel.

 

Karte

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