Naturlehrpfad

FiliTour Nr. 13: Haus Tgetgel & Ughini

Das Haus Tgetgel und Ughini.
Das linke Sulèrtor von 1735 mit barocken Schnitzereien.

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Das seitliche Portal in die abfallende Cuort.

Beschreibung

Sgraffito - Schmuck am Haus

Das Haus Tgetgel & Ughini ist ein Paradebeispiel für prächtige Sgraffito-Kunst in Filisur. Die Technik wurde in der Renaissance von italienischen Baumeistern ins Engadin gebracht - und weiter über den Pass ins Albulatal. Die Hochblüte der Sgraffitos war zwischen 1650 und 1750.

Sgraffiare heisst kratzen, weshalb auch von Kratzputz die Rede ist. Auf den Unterputz wird eine zweite, meist weisse Kalkschicht aufgetragen. Im feuchten Zustand werden dann mit spitzigen Werkzeugen die Ornamente herausgekratzt. Die darunter liegende dunkle Schicht wird wieder frei gelegt. Sgraffiti betonen die Architektur, überdecken sie oder gaukeln sie vor. Typische Motive sind Wellenbänder, Rosetten, Kreuze oder Tiere, die alle einen eigenen Symbolgehalt haben.

Josin Neuhäusler aus Susch im Engadin beherrscht das alte Handwerk noch. Der Maler hat es von seinem Vater gelernt und bietet auch Sgraffito-Kurse an.

Im Audio erzählt er über die Technik und Faszination dieser Handwerkskunst.

Karte

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