Naturlehrpfad Surses

Segantini 18: Ragazza che fa la calza – Strickendes Mädchen, 1888

Ragazza che fa la calza – Strickendes Mädchen, 1888: (55 × 91,5 cm, Öl auf Leinwand, Kunsthaus Zürich, Depositum der Gottfried Keller-Stiftung).
Segantini erwähnte mal, dass seine Palette an Farben die einfachste sei, die man sich vorstellen könne. Er zählte elf verschiedene Farben auf.

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Der Maler brachte die Farben unvermischt und mit Räumen zwischen den Strichen auf die Leinwand. Diese füllte er mit Strichen in Komplementärfarben.
Baba als strickendes Mädchen. Der divisionistische Stil bringt in diesem Bild das klare Licht der Berge besonders deutlich zur Geltung. Bildstandort bei der Kirche Nossadonna mit Blick auf das Dorf.

Beschreibung

Divisionismus und Symbolismus

In Savognin findet Segantini aus dem dunkeltonigen Frühwerk zur Farbe. Die Berglandschaft mit ihrem klaren Licht inspirierte den Künstler zu einer neuen Bildsprache. Kurz nach seiner Ankunft in Savognin erfährt Segantini von einer neuen Art zu malen: Die Farben werden unvermischt auf die Leinwand aufgetragen, aus der Distanz betrachtet verschmelzen sie zu intensiven und lebhaften Farbflächen. Segantini entwickelt die neue Technik weiter. Er setzt dünne, oft komplementärfarbene Pinselstriche nebeneinander und steigert dadurch die Leuchtkraft und Intensität der Bilder. Im Divisionismus findet er eine künstlerische Ausdrucksform, dank der die Berge in seinen Bildern in neuem Licht erstrahlen. In seiner Zeit in Savognin wandte sich Segantini vermehrt auch dem Symbolismus zu: Die Vermittlung von Gefühl und Ideal wurden wichtiger als Naturtreue und Fakten.

Im Audio hören sie, wie Segantini in seiner 2. Fassung des Bildes «Ave Maria bei der Überfahrt» die divisionistische Maltechnik anzuwenden beginnt.

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