Naturlehrpfad Surses

Segantini 04: Costume grigionese – Bündnerin am Brunnen, 1887

Costume grigionese – Bündnerin am Brunnen, 1887: (54 × 79 cm, Öl auf Leinwand, Segantini Museum St. Moritz, Depositum der Otto Fischbacher Giovanni Segantini Stiftung).
Der einzige historische, teilweise erhaltene Brunnen liegt in der Veia Son Mitgel, hinter der Metzgerei Peduzzi.

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Die Tiere wurden mindestens morgens und abends an den Brunnen getränkt.
Baba als Hirtin in Bündner Sonntagstracht – eine archetypische Darstellung des Trinkens. Zur Zeit Segantinis wurde am Brunnen das Wasser für den Haushalt geholt, gewaschen und die Tiere getränkt. Heute dienen die Brunnen wie dieser vor der Kirche Son Mitgel nur noch der Zierde.

Beschreibung

«Bünderin am Brunnen» zeigt eine junge Hirtin, die an einem Brunnen trinkt – ein alltägliches Bild zu dieser Zeit. Das Motiv gilt als archetypische Darstellung des Trinkens; das Wasser steht als Sinnbild für den Ursprung des Lebens.

Brunnen in Savognin

Zur Zeit Segantinis gab es in Savognin 14 Brunnen. Dort wurde Wasser für den täglichen Haushalt geholt, gewaschen und die Tiere getränkt. Heute gibt es noch 10 Brunnen, welche nur noch der Zierde dienen.

1886 wurde in Savognin die erste Wasserversorgung mit Hydranten gebaut. Zur selben Zeit hat man die Brunnen mit einem Guss-Brunnenstock ausgerüstet. Frühere Brunnen bezogen das Wasser über einfache Holzleitungen von einem Bach oder Fluss. 1935 wurde die Wasserversorgung modernisiert: Um die Häuser mit fliessendem Wasser und jeden Stall mit einer Tränke zu versorgen, wurden zwei Reservoire gebaut. Das Trinkwasser wurde in Quellen auf beiden Talseiten gefasst. 1965 zwang der grosse Bauboom die Gemeinde, ein weiteres, grösseres Reservoir auf der rechten Talseite zu bauen.

Text und Bilder über die Brunnen von Joachim Wasescha, Savognin.

Karte

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