Besuch beim Imker.
Von der Blüte zum Honig
Mein 3. Besuch bei Gira und seine Bienen. Sein Bienenhäuschen liegt an einem wunderbaren Ort in der Nähe von Parsonz. «Die Aussicht ist der Wahnsinn» schwärme ich. Und die Bienen finden hier ringsum üppige Blumenwiesen.
Gira, der bereits in Vollmontur steckt, reicht mir eine Schutzausrüstung. Ich bin ein wenig aufgeregt. «Keine Angst, die Bienen sind heute relativ ruhig», beruhigt mich Gira. Er weiss ganz genau, wann die guten Erntetage sind, denn er will möglichst ohne Smoker arbeiten und die Bienen nicht mit Rauch zum Ausfliegen zwingen.
Nun gilt’s ernst: Gira nimmt die honiggefüllten Rahmen einzeln heraus, wischt vorsichtig die Bienen weg, und reicht sie mir weiter und ich stelle sie in grosse Plastikkisten ab. Der enge Raum füllt sich mit Honigduft und dem lauten Summen der zumeist friedlichen Bienen. Gira hat in seinem Bienenhäuschen praktisch alles selbst gebaut, er ist gelernter Schreiner und arbeitet seit 25 Jahren als Betriebsschreiner bei den Savognin Bergbahnen. Zum Imkern kam er vor 30 Jahren durch seinen damaligen Chef, der in einem Wohnwagen Bienen hielt. Als sich dieser einen neuen Bienenwanderwagen anschaffen wollte, beauftragte er Gira mit dem Bau der Bienenbeuten. So lernte Gira, was es für die Bienenzucht benötigt, und übernahm den alten Wohnwagen seines Chefs. Seither ist er begeisterter Imker.